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Studiengang Öffentliche Wirtschaft

Der Studiengang Öffentliche Wirtschaft bietet seit Studienbeginn Wintersemester 2018 die Schwerpunkte Versorgungswirtschaft, Verwaltungswirtschaft und Wirtschaftsförderung an.

Berufsfeldbezogene Nachfrage

Aktuelle Studien  prognostizieren, dass der demographische Wandel den öffentlichen Sektor in besonderem Maß und wesentlich stärker als andere Branchen trifft. Beispielsweise gehen sie im öffentlichen Dienst momentan von über 800.000 unbesetzten Stellen im Jahr 2030 aus. Wenn der öffentliche Sektor auch in Zukunft handlungsfähig bleiben soll, muss er sich um den knapper werdenden Nachwuchs bemühen.

Das duale Studienangebot Betriebswirtschaftslehre-Öffentliche Wirtschaft wird deshalb in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen, weil es Verwaltungen und Unternehmen in die Lage versetzt, die Nachwuchsrekrutierung im akademischen Umfeld selbst zu bestimmen. Mit der Differenzierung in drei Schwerpunkte bietet es hierfür eine sehr gute Ergänzung zu den klassischen Angeboten anderer Hochschulen, zum Beispiel der Hochschulen für öffentliche Verwaltung. Insofern ist das Interesse seitens der beteiligten Städte, Gemeinden, Kreise, Hochschulen, Versorgungsbetriebe und Wirtschafsförderungsgesellschaften an der Studienrichtung unverändert gut.

Aufgrund der ausgewogenen Balance zwischen Kenntnissen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und der Öffentlichen Betriebswirtschaftslehre in Kombination mit vertiefenden Fachkenntnissen aus den Bereichen Versorgungswirtschaft, Verwaltungswirtschaft und Wirtschaftsförderung ist die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtung Betriebswirtschaftslehre-Öffentliche Wirtschaft nach wie vor ungebrochen hoch und wird in Zukunft weiter steigen. In besonderem Maße werden die unmittelbar praxisorientierten Einsatzmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen seitens der Dualen Partner geschätzt.

Verwaltungswirtschaft

Knappe finanzielle Mittel, steigender Kostendruck und die Forderung nach mehr Bürger- bzw. Kundennähe führen zu einer steigenden Nachfrage nach betriebswirtschaftlicher Kompetenz im Verwaltungsbereich. Gleichzeitig entsteht aufgrund der Digitalisierung im öffentlichen Sektor ein steigender Bedarf an Fach- und Führungskräften, die neben betriebswirtschaftlichen und verwaltungsspezifischen Wissen auch über E-Government-Kompetenzen verfügen. Dieses Anforderungsprofil wird von vielen klassischen verwaltungsbezogenen Studiengängen momentan nicht abgedeckt. Der Studiengange BWL-Öffentliche Wirtschaft mit dem Schwerpunkt "Verwaltungswirtschaft" ist bundesweit das erste Studienangebot, das speziell auf dieses Anforderungsprofil reagiert hat. Beim "Wettbewerb zur Digitalisierung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung 2017" unter der Schirmherrschaft des Staatsministers bei der Bundeskanzlerin wurde es in zwei Kategorien ausgezeichnet.

Studieninhalte

Die interdisziplinär ausgerichteten spezifischen Studieninhalte (insbesondere aus den Bereichen Rechts- und Verwaltungswissenschaften) ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen eine ganzheitliche Sicht auf die Herausforderungen des öffentlichen Sektors und befähigen sie, hierfür umfassende Lösungsmodelle zu erarbeiten. Durch ihre exzellenten Kenntnisse in der Allgemeinen und Öffentlichen Betriebswirtschafslehre und den angrenzenden Fachgebieten sind sie in der Lage die Wirtschaftlichkeit und die Wirksamkeit öffentlicher Dienstleistungen zu steigern sowie zur Digitalisierung und Modernisierung des öffentlichen Sektors beizutragen.

Der Schwerpunkt "Verwaltungswirtschaft" widmet sich dem Einsatz betriebswirtschaftlicher Instrumente und Methoden in öffentlichen Verwaltungen. Hier wird auf die Besonderheiten des öffentlichen Haushalts- und Rechnungswesens (z. B. Drei-Komponenten-Rechnung) eingegangen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Modernisierung öffentlicher Verwaltungen (z. B. Electronic Government oder Open Government) thematisiert. Schließlich wird auf besondere betriebswirtschaftliche Fragestellungen in speziellen Verwaltungsbereichen (z. B. Sozial- und Leistungsverwaltung) eingegangen.

Anforderungsprofil

Das Studienangebot richtet sich an zukünftige Fach- und Führungskräfte, die im oder für den öffentlichen Sektor tätig sein wollen.

Partnerunternehmen

Partnereinrichtungen sind sowohl öffentliche Verwaltungen (z.B. Kommunal-, Kreis- und Hochschulverwaltungen) und öffentliche Unternehmen (z.B. kommunale Rechenzentren) als auch an andere Organisationen (z.B. Verbände, Beratungsunternehmen, Softwarehäuser usw.), die für den öffentlichen Sektor tätig sind. Deren spezifische Belange werden in den Profilfächern des Studienangebots berücksichtigt.

Abschluss

Das Studium endet nach erfolgreichem Abschluss von 6 Semestern mit dem Titel Bachelor of Arts. Alle Studiengänge der DHBW Mannheim sind mit 210 ECTS Punkten durch die ZEvA akkreditiert und als Intensivstudiengang anerkannt.

Perspektive

Typische Einsatzgebiete im Schwerpunkt Verwaltungswirtschaft sind das Rechnungs- und Finanzwesen (z.B. Stadtkämmerei), das (Beteiligungs-)Controlling, die Gebührenkalkulation, die Organisationsgestaltung, das Personalwesen, die Digitalisierung/Informationstechnologie und zunehmend auch Aufgaben im Bereich Soziale Sicherung.

In diesen Bereichen besteht ein hoher Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften. Abhängig vom persönlichen Engagement und der praktischen Bewährung ist der Aufstieg in Führungspositionen durchaus möglich. Insofern sind die Karrierechancen insgesamt als sehr gut einzustufen.

Versorgungswirtschaft

Gesetzliche Anforderungen (z. B. Europäisches Energie- und Wirtschaftsrecht) und politische Rahmenbedingungen (z. B. Energiewende) stellen die Versorgungs- und Energiewirtschaft ständig vor neue Herausforderungen. Versorgungsbetriebe, insbesondere auf kommunaler Ebene, müssen sich im Hinblick auf diese Veränderungen im Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerb und Daseinsvorsorge/öffentlichen Aufgaben regelmäßig neu orientieren. Es existieren nur wenige Bachelorstudiengänge, die die Branchen Energie-/Versorgungswirtschaft und Öffentlicher Sektor miteinander eng verzahnen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der bestehenden, bundesweit auf ca. 20.000 geschätzten Konzessionsverträge für Strom und Gas als Folge ihrer auf 20 Jahre begrenzten Laufzeit gegenwärtig und verstärkt in den kommenden Jahren auslaufen. In diesem Rahmen prüfen zahlreiche Kommunen, die Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung wieder in die eigene Hand zu nehmen (so genannte Rekommunalisierung).

Studieninhalte

Die interdisziplinär ausgerichteten spezifischen Studieninhalte (insbesondere aus den Bereichen Rechtswissenschaften und Technik) ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen eine ganzheitliche Sicht auf die Herausforderungen des öffentlichen Sektors und befähigen sie, hierfür umfassende Lösungsmodelle zu erarbeiten. Durch ihre exzellenten Kenntnisse in der Allgemeinen und Öffentlichen Betriebswirtschafslehre und den angrenzenden Fachgebieten sind sie in der Lage die Wirtschaftlichkeit und die Wirksamkeit öffentlicher Dienstleistungen zu steigern sowie zur Digitalisierung und Modernisierung des öffentlichen Sektors beizutragen.

Der Schwerpunkt "Versorgungswirtschaft" geht auf i. d. R. öffentliche Unternehmen der Versorgungswirtschaft ein, die besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen (z. B. Energiewirtschaftsgesetz, Preis- und Entgeltregulierung, Sektorenrichtlinien) unterworfen sind. In den Theoriemodulen stehen von der klassischen Betriebswirtschaftslehre nicht berücksichtigte Themen wie Daseinsvorsorge, Energiehandel, Energiedatenmanagement, Regulierungsmanagement, Umwelt- und Ressourcenmanagement, Versorgungssicherheit im marktwirtschaftlichen Wettbewerb usw. im Fokus.

Anforderungsprofil

Das Studienangebot richtet sich an zukünftige Fach- und Führungskräfte, die in der Versorgungswirtschaft, insbesondere in der Energiewirtschaft, tätig sein wollen.

Partnerunternehmen

Partnerunternehmen sind öffentliche und privatwirtschaftliche Ver- und Entsorgungsunternehmen (Stadtwerke, Abfallwirtschaftsbetriebe) als auch andere Organisationen (z.B. Verbände, Ingenieur- oder Planungsbüros, Beratungsunternehmen, Softwarehäuser usw.), die für Ver- und Entsorgungswirtschaft tätig sind. Deren spezifische Belange werden in den Schwerpunktmodulen des Studienangebots berücksichtigt.

Abschluss

Das Studium endet nach erfolgreichem Abschluss von 6 Semestern mit dem Titel Bachelor of Arts. Alle Studiengänge der DHBW Mannheim sind mit 210 ECTS Punkten durch die ZEvA akkreditiert und als Intensivstudiengang anerkannt.

Perspektive

Typische Einsatzgebiete im Schwerpunkt Versorgungswirtschaft sind das Rechnungs- und Finanzwesen, das Controlling, die Verbrauchsabrechnung, die Organisationsgestaltung, das Personalwesen und die Informationstechnologie sowie zunehmend auch die Kundenbetreuung und der Vertrieb.

Abhängig vom persönlichen Engagement und der praktischen Bewährung ist der Aufstieg in Führungspositionen durchaus möglich. Insofern sind die Karrierechancen insgesamt als sehr gut einzustufen.

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ÖFFENTLICHE WIRTSCHAFT

Ansprechpartner

Prof. Dr. Ralf Daum
Studiengangsleiter
Tel.: (0621) 4105-1613
Fax: (0621) 4105-1195
ralf.daum(at)dhbw-mannheim.de

ÖWI Sekretariat
Annette Hedrich (D 033)
Tel.: (0621) 4105-1136
Fax: (0621) 4105-1195
annette.hedrich(at)dhbw-mannheim.de
Sprechzeiten: Mo-Fr 9-12 Uhr